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„Auf See“ von Theresia Enzensberger

„Auf See“ von Theresia Enzensberger

Buch der Woche

Da ich immer gleichzeitig ein Buch lese und eines höre, kommt es in meinem Leseleben zu manch interessanten Buchpaaren. So habe ich parallel „Zur See“ von Dörte Hansen (das euch Tina letzte Woche ans Herz gelegt hat) und „Auf See“ von Theresia Enzensberger gelesen/gehört. Zwar verbindet die beiden Bücher außer die Titelähnlichkeit und die Beziehung zum Meer wenig. Trotzdem bleiben die Bücher für mich immer eine Einheit.

Um Euch daran teilhaben zu lassen, folgt daher auf Tinas Empfehlung direkt meine für „Auf See“. Denn lesenswert/hörenswert ist Enzensbergers Dystopie nicht nur, weil es auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand.

Yada wächst als Bürgerin einer schwimmenden Stadt in der Ostsee auf. Ihr Vater, ein libertärer Tech-Unternehmer, hat die Seestatt als Rettung vor dem Chaos entworfen, in dem die übrige Welt versinkt. In den Jahren seit ihrer Gründung ist der Glanz vergangen, Algen und Moos überwuchern die einst spiegelnden Flächen. Yadas Vater fürchtet, sie könne das Schicksal ihrer Mutter ereilen, die vor ihrem Tod an einer rätselhaften Krankheit litt. Und Yada macht eines Tages eine Entdeckung, die alles ins Wanken bringt.

Klug, packend und visionär erzählt Theresia Enzensbergers großer Roman von den utopischen Versprechen neuer Gemeinschaften und dem Glück im Angesicht des Untergangs.

Von Melena