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„Barbara stirbt nicht“ <br>von Alina Bronsky

„Barbara stirbt nicht“
von Alina Bronsky

Buch der Woche

Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt bin ich wieder da und ich habe ein paar Vorsätze:

  1. Ich mache jetzt immer die erste Woche im Jahr Urlaub – das ist wirklich ein sehr entspannter Start ins Jahr.
  2. Ich lese auch wieder dickere Bücher. Habe im Urlaub gleich damit begonnen und freue mich gerade sehr darüber, diesen Leseschatz nicht verpasst zu haben (Näheres folgt)
  3. Unsere Jahresziele, die wir im Team für 2022 besprochen haben: Alles bleibt, wie es ist!
  4. 2022 wird ein wunderbares Jahr!

Jetzt aber genug mit den Neujahrsvorsätzen. Ihr seht, es stehen keine größeren Veränderungen an und daher starten wir wie gewohnt mit #meinBuchderWoche

„Barbara stirbt nicht“ war nicht mein erstes Buch von Alina Bronsky, aber es hat mich zu einem echten Fan gemacht. Dabei lese ich sonst eigentlich keine „lustigen“ Bücher. Die Frage ist also: Ist „Barbara stirbt nicht“ die Ausnahem oder kein lustiges Buch? Sowohl als auch – würde ich sagen. Denn ich habe wirklich Tränen gelacht, es ist absurd komisch und kann auch richtig lustig sein. ABER es ist noch so viel mehr: traurig, herzzerreißend, tiefsinnig…

Walter Schmidt ist ein Mann alter Schule: Er hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man sich eine Tütensuppe macht und ohne jemals einen Staubsauger bedient zu haben. Schließlich war da immer seine Ehefrau Barbara. Doch die steht eines Morgens nicht mehr auf. Und von da an wird alles anders.

Mit bitterbösem Witz und großer Warmherzigkeit zugleich erzählt Alina Bronsky, wie sich der unnahbare Walter Schmidt am Ende seines Lebens plötzlich neu erfinden muss: als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner, der er nie gewesen ist in all den gemeinsamen Jahren mit Barbara. Und natürlich geht nicht nur in der Küche alles schief.

Doch dann entdeckt Walter den Fernsehkoch Medinski und dessen Facebook-Seite, auf der er schon bald nicht nur Schritt-für-Schritt-Anleitungen findet, sondern auch unverhofften Beistand. Nach und nach beginnt Walters raue Fassade zu bröckeln – und mit ihr die alten Gewissheiten über sein Leben und seine Familie.

»Barbara stirbt nicht« ist das urkomische Porträt einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden, und ein berührender Roman über die Chancen eines unfreiwilligen Neuanfangs. Und wenn wir schon bei Vorsätzen für das neue Jahr sind: Vielleicht sollte ich mehr lustigen Büchern eine Chance geben. Es könnte sich lohnen!

Von Melena