Buchhandlung Gunzenhausen
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„Das Licht ist hier viel heller“<br> von Mareike Fallwickl

„Das Licht ist hier viel heller“
von Mareike Fallwickl

Buch der Woche

Ich freue mich sooooooo riesig auf den nächsten Freitag, 22. November! Denn dann heißt es endlich „Leseglück“ in der Stadt- und Schulbücherei. Mareike Fallwickl und Florian Valerius stellen uns ihre Lieblingsbücher live vor! Und wenn die beiden live nur halb so sympathisch, cool, gutaussehend, eloquent, schlau und liebenswert sind, wie sie auf Instagram wirken, dann wird der Abend einfach spitze 😉

ABER ich habe mich um diesen Abend eigentlich vor allem wegen der Romane von Mareike bemüht. Florian Valerius (und das heißt nicht, dass ich mich über seinen Besuch nicht auch riesig freue) ist sozusagen ein angenehmer Nebeneffekt… Ich habe „Dunkelgrün fast Schwarz“ geliebt und gehasst – und das ist in diesem Fall ein riesiges Kompliment, weil es zeigt, in welches Gefühlschaos mich dieses Buch gestürzt hat und wie sehr es mich beschäftigt hat. Als „Das Licht ist hier viel heller“ im August erschien, habe ich auch diesen zweiten Roman verschlungen.

Maximilian Wenger war einer der Großen, ein Bestsellerautor, ein Macher. Jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen: Niemand will mehr seine Romane lesen, und seine Frau hat ihn gegen einen Fitnesstrainer eingetauscht. In einer kleinen Wohnung unweit von Salzburg verkriecht er sich vor der Welt.

Wengers achtzehnjährige Tochter Zoey plant ihre Zukunft nach ganz eigenen Vorstellungen. Schnell merkt sie, dass sie dabei an ihre Grenzen stößt – und das Erwachsenwerden mit Schmerz verbunden ist.
Dann bekommt Wenger diese Briefe. Obwohl sie an seinen Vormieter adressiert sind, öffnet er sie, und es trifft ihn wie ein Schlag: Sie sind brutal und zart, erschütternd und inspirierend. Wer ist die geheimnisvolle Fremde, die von flüchtigem Glück, Verletzungen und enttäuschter Hoffnung erzählt?

Was Wenger nicht weiß: Auch Zoey liest heimlich in den Briefen. Sie hat etwas erlebt, das sich in diesen wütenden Worten spiegelt. Beide, Vater und Tochter, werden an einen Scheideweg geführt, an dem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt.

Intelligent, schlagfertig-humorvoll und mit großer Empathie schreibt Mareike Fallwickl über das Gelingen und Scheitern von Liebe, Freundschaft und Familie, digitale und analoge Scheinwelten, Machtmissbrauch, weibliche Selbstbestimmung – und entfacht einen Sog, der fesselt bis zum Schluss. Obwohl oder gerade weil „Das Licht ist hier viel heller“ überraschend anders war als ihr Debütroman, bin ich ein großer Fan! Denn was gibt es langweiligeres als einen Autor, der im Grunde immer das Gleiche schreibt?

Zum Glück wird Mareike auch aus ihrem Roman lesen und als „Zugabe“ gibt es kurz vor Weihnachten viele wunderbare Lesetipps vom Zuckergoscherl und dem literarischen Nerd!

 

Von Melena