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„Der Brand“ von Daniela Krien

„Der Brand“ von Daniela Krien

Buch der Woche

Es gibt ein paar Autor*innen, von denen ich wirklich alles lese! Daniela Krien gehört dazu und mit „Der Brand“ ist sie mir wieder ganz nah gegangen. Ich lese sehr gerne Autor*innen, die mich aufrütteln, weil sie ganz anders denken als ich. Aber Daniela Krien schreibt, als könnte sie meine Gedanken lesen. Als würde sie das schreiben, was ich denke und fühle. Und sie kann es viel besser, als ich es könnte. Sogar ihre Figuren kommem mir auf unheimliche Art bekannt vor.

In ihrem neuen Roman schreibt Daniela Krien von Rahel und Peter. Sie sind seit fast 30 Jahren verheiratet. Sie sind angekommen in ihrem Leben, sie schätzen und achten einander, haben zwei Kinder großgezogen. Erst leise und unbemerkt, dann mit einem großen Knall hat sich die Liebe aus ihrer Ehe verabschiedet. Ein Sommerurlaub soll bergen, was noch zwischen ihnen geblieben ist, und die Frage beantworten, wie und mit wem sie das Leben nach der Mitte verbringen wollen.

Auf jeder Seite dieses Buches gab es Sätze, die ich markieren, rausschreiben, auswendig lernen wollte. Ganz besonders hat mich Rahels Verhältnis zu ihrer Tochter beschäftigt. Selma trägt eine Unzufriedenheit in sich, ein Gefühl, immer zu kurz zu kommen, wie ich es von meinem Sohn kenne. Und während Rahel gerade mit Selmas Lebenseinstellung kämpft, kommt ihr die Tochter gleichzeitig besonders nah.

Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie sehr mich Daniela Krien mit ihren Geschichten in den Bann zieht. Ich lebe darin und mag sie gar nicht aus der Hand legen – von der ersten bis zur letzten Seite. Ach ja, und natürlich lege ich ihre Bücher meinen Kundinnen und auch meinen Kunden sehr ans Herz!

Von Melena