Buchhandlung Gunzenhausen
Blog
„Der Wal und das Ende der Welt“ <br>von John Ironmonger

„Der Wal und das Ende der Welt“
von John Ironmonger

Buch der Woche

Nun ist es ja so, dass ich mich auch ab und zu von meinem Lesekreis überreden oder überstimmen lasse, wenn es um die Auswahl unserer Lektüre geht. Bei „Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmonger war die Doodle-Umfrage eindeutig nicht auf meiner Seite – zum Glück. Denn so „musste“ ich dieses Buch, das ich schon dutzendfach verkauft hatte, tatsächlich lesen! Und ich habe es nicht bereut.

Ein kleines Dorf. Eine Epidemie und eine globale Krise. Und eine große Geschichte über die Menschlichkeit.

Erst wird ein junger Mann angespült, und dann strandet der Wal. Die dreihundertsieben Bewohner des Fischerdorfs St. Piran spüren sofort: Hier beginnt etwas Sonderbares. Doch keiner ahnt, wie existentiell ihre Gemeinschaft bedroht ist. So wie das ganze Land. Und vielleicht die ganze Welt. Weil alles mit allem zusammenhängt.

John Ironmonger erzählt eine mitreißende Geschichte über das, was uns als Menschheit zusammenhält. Und stellt die wichtigen Fragen: Wissen wir genug über die Zusammenhänge unserer globalisierten Welt? Und wie können wir gut handeln, wenn alles auf dem Spiel steht?

Ich bin ganz ehrlich – eigentlich wollte ich nicht auch noch ein Buch über die Pandemie lesen. Aber dieser Roman hat mich trotzdem gefesselt, weil er viel Weitsicht beweist, weil die Figuren nahbar, skuril und liebenswert sind, weil die Geschichte besonders ist. Im Lesekreis waren wir uns einig, dass wir den Schluss umschreiben würden, den Rest haben wir einstimmig für lesenswert befunden. Und zu diskutieren gab es bei diesem Buch wirklich mehr als genug!

 

Von Melena