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„Die Wut, die bleibt“ <br>von Mareike Fallwickl

„Die Wut, die bleibt“
von Mareike Fallwickl

Buch der Woche

Diese eine Woche im Jahr – Anfang April – gehört meiner Trauer. In diesem Jahr auf ganz besondere Art auch meiner Wut. Denn meine Trauer gehört zu meinem Muttersein und dazu gehört eben auch meine Wut. Allen, denen das seltsam vorkommen mag, empfehle ich die Lektüre von „Die Wut, die bleibt“ von Mareike Fallwickl! Für mich war diese Kombination nicht neu, sie gehört zu meinem Leben. Es aufgeschrieben zu sehen, in einen Roman gegossen, war aber etwas sehr Besonderes, Persönliches, Berührendes. Vielleicht bin ich daher nicht unbedingt die Richtige, um Mareikes Buch zu empfehlen? Oder gerade deswegen? Keine Ahnung, aber lest es!

Mareike Fallwickls neuer Roman über die Last, die auf den ­Frauen ­abgeladen wird, und das Aufbegehren

Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.

Helenes beste Freundin Sarah, die ­Helene ­ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der ­Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die ­älteste Tochter von Helene, sucht nach einer ­Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.

Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.

 

Von Melena