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„Isidor“ von Shelly Kupferberg

„Isidor“ von Shelly Kupferberg

Buch der Woche

Ein Sachbuch so eindringlich erzählt wie ein Roman, eine Biografie, so unglaublich, dass sie nur erfunden sein kann – und doch beschreibt Shelly Kupferberg die Lebensgeschichte ihres Urgroßonkels Dr. Isidor Geller. „Isidor“ ist das Debüt der Autorin und erzählt vom rasanten Aufstieg und brutalen Sturz ihres Wiener Urgroßonkels, und damit die Geschichte einer faszinierenden jüdischen Familie.

Dr. Isidor Geller hat es geschafft: Er ist Kommerzialrat, Berater des österreichischen Staates, Multimillionär, Opernfreund und Kunstsammler und nach zwei gescheiterten Ehen Liebhaber einer wunderschönen Sängerin. Weit ist der Weg, den er aus dem hintersten, ärmlichsten Winkel Galiziens zurückgelegt hat, vom Schtetl in die obersten Kreise Wiens. Ihm kann keiner etwas anhaben, davon ist Isidor überzeugt. Und schon gar nicht diese vulgären Nationalsozialisten.

Weit ist der Weg, den er aus dem hintersten, ärmlichsten Winkel Galiziens zurückgelegt hat, vom Schtetl in die obersten Kreise Wiens. Ihm kann keiner etwas anhaben, davon ist Isidor überzeugt. Und schon gar nicht diese vulgären Nationalsozialisten.

Gerade in dieser Woche rund um den Jahrestag der Reichsprogromnach ist „Isidor“ ein wichtiges Buch gegen das Vergessen. Aber lesenswert ist es immer: Es bringt auf den Punkt, dass es keine Sicherheit vor den Nazis gab und gibt – diese Erkenntnis ist aktueller denn je!

Von Melena