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„Judith und Hamnet“ <br>von Maggie O’Farrell

„Judith und Hamnet“
von Maggie O’Farrell

Buch der Woche

Wow, was für ein unglaublich gutes Buch! Kurz habe ich gedacht, ich kann Euch nicht gleich wieder einen historischen Roman vorstellen. Aber erstens ist „Judith und Hamnet“ von MaggieO’Farrell wirklich mit nichts zu vergleichen und spielt dann ja auch noch in einer ganz anderen Zeit. Also: Historischer Roman Teil 2 – kommt mit ins Mittelalter!

Agnes sieht ihn und weiß: Das wird er sein. Dabei ist der schmächtige Lateinlehrer aus Stratford-upon-Avon noch nicht einmal achtzehn. Egal, besser, sie küsst ihn schnell. Besser, sie erwartet ein Kind, bevor ihr einer die Heirat verbieten kann. Vierzehn Jahre später sind es drei Kinder geworden. Doch wie sollen sie auskommen, solange ihr Mann wer weiß was mit diesen Theaterstücken treibt? Er ist in London, als der elfjährige Hamnet die Beulen am Hals seiner Zwillingsschwester Judith ertastet. Als Agnes im Blick ihres Sohnes den Schwarzen Tod erkennt.

Leider führt ohnehin kein Weg daran vorbei: Dieses Buch müsst Ihr selbst lesen. Aber zwei Szenen, die einfach unfassbar gut sind, möchte ich Euch trotzdem schmackhaft machen. Einmal die Reise des Pest-Virus um die Welt. Wirklich einzigartig! Und natürlich (wie immer bei Büchern, die ich richtig gut finde, gibt es mindestens eine Szene, bei der ich herzzerreißend weine): der Trauerzug. Wie gut kann ein Buch bitte sein – und wie wunderbar die Übersetzung, die auch im Deutschen sprachlich so sehr begeistert?

 

 

Von Melena