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„Lincoln Highway“ von Amor Towles

„Lincoln Highway“ von Amor Towles

Buch der Woche

Der gesamte Lesekreis hat „Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles geliebt! Selten sind wir uns bei einem Buch so einig gewesen. Nun ist das neue Buch „Lincoln Highway“ des Autors erschienen und was soll ich sagen: Ich wollte es erst gar nicht lesen! Ein Road-Trip – na toll. Ein Achtzehnjähriger, der einen Neuanfang wagt. Ja, ja, alles schon gelesen, oder? Glücklicherweise habe ich mich von der Hanser-Verlagsvertreterin überreden lassen und diesen Buchschatz mit in den Urlaub genommen. Jede einzelne Seite war ein Genuss, ein Seelenpflaster, eine Wohltat, eine Decke, in die man sich fest einwickeln will.

Im Juni 1954 wird der achtzehnjährige Emmett aus dem Gefängnis entlassen. Zuhause in Nebraska wartet sein kleiner Bruder Billy auf ihn. Nach dem Tod des Vaters möchten sie einen Neuanfang in Kalifornien wagen, wo sie ihre verschwundene Mutter vermuten. Alles ist bereit für die Fahrt mit dem 48 Studebaker, doch plötzlich tauchen zwei Freunde aus dem Gefängnis auf. Sie haben allerdings ein anderes Ziel, New York City. So beginnt eine Reise mit den witzigsten und unglaublichsten Begegnungen – Clowns, Landstreicher, arbeitslose Schauspieler, Bettler und besonders gefährliche Pastoren. „Lincoln Highway“ erzählt die ergreifende Odyssee von vier vaterlosen Jungen entlang der ersten Autobahn Amerikas.

Wenn ich diese Zusammenfassung hierhin kopiere, stimmt sie natürlich auf der einen Seite. Gleichzeitig wird sie diesem Buch so gar nicht gerecht. Die Figuren sind liebenswert, vielschichtig, besonders, sie machen den Roman aus. Es ist das Buch im Buch, das der Erzählung einen wunderbaren Rahmen gibt. Es ist das Scheitern daran, das Richtige zu tun. Darum lest nicht den Klappentext, sondern das ganze Buch!

 

 

Von Melena