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„So forsch, so furchtlos“ von Andrea Abreu

„So forsch, so furchtlos“ von Andrea Abreu

Buch der Woche

Wie sagt man so schön: Ich habe mich influencen lassen.Schließlich habe ich dieses Cover seit Wochen ständig in meine Instagram-Timline gesehen. Und das Cover ist einfach wirklich genial! Ich liebe es. Mit dem restlichen Buch verbindet mich eher eine Art Hassliebe. Zwischen Ekeln und Frösteln und der Tatsache, dass ich es trotzdem einfach nicht weglegen konnte.

„So forsch, so furchtlos“ ist das sprachgewaltige Debüt von Andrea Abreu über eine innige Mädchenfreundschaft auf Teneriffa, die an den Wachstumsschmerzen der Pubertät, an zu viel Liebe und zu großer Lust zerschellt.

Ein heißer Juni auf Teneriffa, hoch oben im Norden der Insel zwischen den Vulkanen, weit ab von den Touristen. Zwei junge Mädchen, beste Freundinnen, versuchen die Langweile zu bekämpfen. Sie wollen dünn bleiben, indem sie Süßigkeiten erbrechen. Sie träumen von glänzenden BMWs, die sie an den Strand bringen, wo sie endlich das Meer genießen könnten, genau wie die Touristen, deren Ferienhäuser ihre Mütter putzen. Aber als aus dem Juni der Juli wird und der Juli in den August übergeht, verwandelt sich die schwelende Liebe der Erzählerin zu ihrer Freundin Isora in ein schmerzhaftes sexuelles Erwachen. Sie versucht, mit Isora Schritt zu halten, muss aber einsehen, dass das Erwachsenwerden ein Weg ist, den man allein gehen muss.

So sehr mich der Roman abgestoßen hat, so nah ist er mir trotzdem immer wieder gekommen. Vielleicht ist es gerade der Reiz des Ekels, die Frage, ob ich einfach zu verklemmt bin und auf jeden Fall die sehr intensive Sprache, die mich nicht losgelassen hat. Am besten Ihr macht Euch selbst ein Bild und wir reden anschließend weiter.

 

 

 

Von Melena