Buchhandlung Gunzenhausen
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„Was man von hier aus sehen kann“ <br>von Mariana Leky

„Was man von hier aus sehen kann“
von Mariana Leky

Buch der Woche

Wenn nicht nur Kollegen sondern auch Kunden von einem Buch so durchweg begeistert sind, lass ich mich zwischendurch schon mal davon überzeugen, ein Buch zu lesen, das nicht auf meinen Lesestapel liegt. Zum Glück! Denn sonst hätte ich mir „Was ich von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky doch glatt entgehen lassen.

Dabei ist dieses Buch wie Heimkommen: in meine Kindheit, zu Menschen, die man gerade erst kennenlernt, die mir aber so vertraut erscheinen, zu meiner Tante, die ich in Selma wiedererkannt habe, und in deren Küche ich aufgewachsen bin, wie Luise in der Küche ihrer Großmutter…

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan…

„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Buch, das absolut zu Recht ein Bestseller und das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhändler ist! Traurig war nur, dass es viel zu schnell vorbei war – dabei wäre ich so gerne noch ein wenig länger im Westerwald bei Luise, Selma und dem Optiker geblieben!

Von Melena